Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist neben Kompression, Bewegung und Hautpflege ein Bestandteil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie. Diese spezielle Art der Massage verbessert mit sanften Griffen und Drucktechniken den Lymphabfluss im Körper.   Lymphgefäße werden angeregt, Flüssigkeit herzwärts zu transportieren und so aus der betroffenen Extremität wieder in den Blutkreislauf zurückzuführen. Nach jeder MLD sollte die flachgestrickte Kompression der betroffenen Extremität konsequent getragen werden.  In der akuten Entstauungsphase wird nach der Lymphdrainage eine Bandage angelegt.

Eigene Erfahrungen

Ich gehe so ziemlich seit den ersten Anzeichen meines Lymphödems zweimal wöchentlich für 60 Minuten zur Lymphdrainage. Die Behandlung ist für mich schon völlig selbstverständlich und die Termine gehören zu meinem Alltag. Erst wenn ich mal keine Lymphdrainage habe, z.B. im Urlaub, merke ich, wie stabilisierend sie wirkt.

Es ist wirklich wichtig, danach die Kompressionsversorgung zu tragen, um den Zustand nach der MLD möglichst lang zu erhalten. Und beobachtet, ob eure Strümpfe die richtige Kompressionsklasse haben.  Ich selbst trug in den ersten Jahren nur KKL 2. Und mein Lymphödem verschlechterte sich zusehends. Erst in der Reha bekam ich Strümpfe der KKL3 und mein Beinumfang ist seitdem relativ stabil. Auch treten seitdem keine massiven Gewebeverhärtungen (Fibrosierungen) mehr auf.